Krankenversicherung & VorsorgeDeine Beiträge. Dein Plan.
Private Krankenversicherung im Alter: So kann dein Eigenaufwand auf nahezu 0 Euro sinken
Du möchtest später weniger arbeiten. Aber was bleibt von deiner Rente übrig, wenn die private Krankenversicherung immer teurer wird? Genau das lässt sich heute angehen: Du vereinbarst eine Entlastung und baust eine Rente auf, die den verbleibenden Beitrag bezahlt. So kann dein Eigenaufwand aus dem übrigen Ruhestandsbudget auf nahezu null sinken.
Ich bin in der Gastro aufgewachsen und weiß, wie wichtig finanzieller Spielraum ist. Deshalb schauen wir zuerst, was dein Betrieb braucht und welche Vorsorge du schon hast. Dein Plan soll schließlich auch in einer schwachen Saison funktionieren.
Was kostet deine Krankenversicherung später?
Ein Beispiel: Mit 42 zahlst du 600 Euro Krankenversicherung, 60 Euro gesetzlichen Zuschlag und 40 Euro Krankentagegeld. Das sind 700 Euro monatlich, ohne Pflegeversicherung und Entlastungsbaustein.
Der gesetzliche Zuschlag endet nach dem Jahr deines 60. Geburtstags. Das angesparte Geld hilft ab 65, Beitragserhöhungen abzufangen. Auch das Krankentagegeld kann im Ruhestand wegfallen; wann genau, steht in deinen Tarifbedingungen und hängt von deinem Rentenbeginn ab.
Für den Ruhestand mit 67 rechnen wir die 600 Euro Grundbeitrag weiter. Steigen sie jährlich um 3, 4 oder 5 Prozent, wären das nach 25 Jahren rund 1.260, 1.600 oder 2.030 Euro monatlich. Das wäre dein monatlicher Grundbeitrag in 25 Jahren. Dein tatsächlicher Beitrag kann anders ausfallen, auch höher.
Im fiktiven Beispiel zahlt ein 42-Jähriger heute 600 Euro Krankenversicherungsgrundbeitrag, 60 Euro gesetzlichen Zuschlag und 40 Euro Krankentagegeld, zusammen 700 Euro ohne Pflege und Entlastungsbaustein. Nur die 600 Euro Grundbeitrag werden für den vollständigen Ruhestand mit 67 fortgeschrieben: Nach 25 Jahren ergeben sich bei beispielhaft angenommenen jährlichen Steigerungen von 3 Prozent rund 1.260 Euro, bei 4 Prozent rund 1.600 Euro und bei 5 Prozent rund 2.030 Euro. Die Balken verwenden denselben Maßstab. Die mittlere Annahme wird im folgenden Finanzierungsbeispiel verwendet.
600 € Grundbeitrag heuteNur diesen Betrag rechnen wir hoch.
Ohne gesetzlichen Zuschlag und Krankentagegeld. Jährliche Modellannahme → Monatsbeitrag mit 67 / in 25 Jahren
3 %1.260 €
4 %1.600 €
Unser folgendes Rechenbeispiel
5 %2.030 €
Grundbeitrag in 25 Jahren, auf zehn Euro gerundet. Ohne Pflegeversicherung und Entlastungsbaustein. Dein tatsächlicher Beitrag kann anders ausfallen, auch höher.
Zum Vergleich: Das Wissenschaftliche Institut der privaten Krankenversicherung nennt für 2007 bis 2027 einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg der Einnahmen je Versicherten von 3,7 Prozent privat und 4,3 Prozent gesetzlich. Die letzten beiden Jahre sind hochgerechnet. Das sind Branchendurchschnitte, keine Zusage für deinen Vertrag.
Heute einzahlen, später weniger zahlen
Mit einem Beitragsentlastungstarif zahlst du heute zusätzlich ein. Dafür wird dein Beitrag später um den vereinbarten Betrag reduziert. Beginn und Bedingungen legst du mit dem Vertrag fest.
Die Beiträge kannst du für den Anteil der Basisabsicherung steuerlich absetzen. Wie viel das ist, weist dein Versicherer aus. Die spätere Reduzierung ist steuerfrei. Weil du dann weniger zahlst, kannst du allerdings auch weniger Versicherungsbeiträge absetzen.
Läuft der Bausteinbeitrag später weiter, rechnen wir ihn mit: 500 Euro Entlastung bei 100 Euro Beitrag ergeben vor Steuern 400 Euro weniger Aufwand. Mehr dazu: Private Krankenversicherung im Ruhestand.
Eine Rente, die deine Beiträge übernimmt
Den Rest kannst du durch eine eigene Rente finanzieren. Eine Basisrente zahlt ab dem vereinbarten Beginn lebenslang. Davon reservierst du einen Betrag für deine Krankenversicherung.
Eine Basisrente mit ETFs, also börsengehandelten Indexfonds, kann dabei sinnvoll sein. Das Geld wird grundsätzlich als Rente ausgezahlt und lässt sich nicht auf einmal für etwas anderes ausgeben. Für deinen Betrieb brauchst du deshalb eigene, verfügbare Rücklagen. Ob diese Bindung zu dir passt, schauen wir uns ebenso an wie Kosten und Anlagerisiken.
Auch Basisrentenbeiträge lassen sich innerhalb der gesetzlichen Grenzen absetzen; deine übrigen Beiträge zur Basisversorgung zählen mit. Die tatsächliche Steuerersparnis kannst du wieder anlegen. Für später zählt die Rente, die dir nach Steuern und möglichen weiteren Abgaben bleibt.
Neue Basisrenten beginnen frühestens mit 62. Willst du vorher aufhören, brauchst du für diese Zeit frei verfügbares Geld.
Im Beispiel fehlen nur noch 50 Euro
Rechnen wir mit den 1.600 Euro aus dem mittleren Beispiel. Dazu kommen angenommene 200 Euro Pflegeversicherung und 100 Euro für den Entlastungsbaustein. Dieser senkt den Beitrag um 500 Euro.
Zuschlag und Krankentagegeld stehen hier bei null. Wir nehmen an, dass das Krankentagegeld mit dem vollständigen Ruhestand beendet ist. Beide Posten wurden deshalb nicht mit hochgerechnet.
Wenn du dafür 1.350 Euro zusätzliche Rente nach Steuern und möglichen weiteren Abgaben reserviert hast, fehlen aus deinem übrigen Budget nur noch 50 Euro.
Zwei Rechenschritte für einen fiktiven Monat nach Beginn von Entlastung und Rente: 1.600 Euro Krankenversicherung, null Euro gesetzlicher Zuschlag und null Euro Krankentagegeld (im Beispiel mit dem vollständigen Ruhestand beendet), plus 200 Euro Pflegeversicherung plus 100 Euro laufender Entlastungsbaustein minus 500 Euro vereinbarte Entlastung ergeben 1.400 Euro Versicherungsbeiträge. Davon finanziert die dafür reservierte zusätzliche Nettorente 1.350 Euro. Es fehlen 50 Euro aus dem übrigen Ruhestandsbudget. Die Nettorente ist das nach Steuern und gegebenenfalls weiteren Abgaben verfügbare Aufbauziel.
Versicherungsbeiträge
Krankenversicherung1.600 €
Gesetzlicher Zuschlagentfallen0 €
Krankentagegeldim Beispiel beendet0 €
Pflegeversicherung+ 200 €
Laufender Entlastungsbaustein+ 100 €
Vereinbarte Entlastung− 500 €
Zu finanzierende Beiträge1.400 €
Dafür eingeplantes Einkommen
1.350 €
zusätzliche Nettorente nach Steuern und gegebenenfalls weiteren Abgaben
Dein Einkommensziel für diese Beiträge
Fehlender Betrag aus deinem übrigen Ruhestandsbudget: 50 €
Beispiel mit 67: Pflegeversicherung und Entlastungsbaustein sind enthalten. Für die eingeplante Nettorente brauchst du einen passenden Aufbauplan.
Das ist eine Beispielrechnung. Wie viel du heute für diese Rente zurücklegen müsstest, hängt von deiner Laufzeit und dem konkreten Vertrag samt Kosten, Leistungen und Steuern ab. Lebensunterhalt, Selbstbehalte und weitere Gesundheitsausgaben kommen dazu.
Die heutige Ersparnis für später nutzen
Zahlst du privat weniger als gesetzlich, kannst du die Differenz investieren. Wir vergleichen dafür deinen tatsächlichen Aufwand: passend zu deinem Einkommen, mit Pflegeversicherung, Leistungen, Krankengeld, Selbstbehalt und möglicher Familienversicherung. Auch Steuern, Zuschüsse und der Entlastungsbaustein zählen mit.
Separates Beispiel
1.000 € − 800 € = 200 €
Ein separates Beispiel: 1.000 Euro gesetzlicher und 800 Euro privater Gesamtaufwand lassen 200 Euro zum Anlegen übrig. Welche Rente daraus wird, rechnen wir gesondert. Eine schon berücksichtigte Steuerersparnis zählt dabei nicht noch einmal.
Verfügbare Rücklagen
Du sollst trotzdem beweglich bleiben. Geld für schwache Monate oder eine neue Küche bleibt verfügbar; für die Vorsorge wählen wir einen Betrag, den du dauerhaft tragen kannst.
Schau auch auf deinen bestehenden Vertrag
Auch nach dem Rentenstart können Beiträge steigen. Deshalb gehören Reserven und regelmäßige Anpassungen in deinen Plan, besonders wenn sich Beitrag oder Ausstiegsdatum ändern. So bleibt die Krankenversicherung Teil deiner Planung für den früheren Feierabend.
Deine Fragen
Wann sollte ich anfangen?
Je früher du anfängst, desto mehr Zeit bleibt für den Aufbau. Ein Überblick über deine Beiträge, vorhandene Vorsorge und freien Mittel ist der erste Schritt.
Brauche ich einen neuen Vertrag?
Das lässt sich erst nach dem Blick auf deine vorhandene Vorsorge sagen. Wir prüfen, was schon da ist und ob eine Ergänzung sinnvoll wäre.
Reicht das, um früher aufzuhören?
Die Krankenversicherung ist ein Teil davon. Dein Lebensunterhalt und die Zeit bis zum Rentenbeginn müssen ebenfalls finanziert sein. Genau das betrachten wir gemeinsam.
Lass uns mit deinen Zahlen rechnen
Im ersten 15-Minuten-Gespräch klären wir, wo du stehst und wann du aufhören möchtest. Sind alle nötigen Angaben da, erhältst du deine Gastro-Vorsorgeanalyse innerhalb von 24 Stunden. Im anschließenden 45-Minuten-Termin besprechen wir deinen Bedarf und passende Möglichkeiten mit ihren Kosten und ihrer Bindung.